Presseartikel vom 26. April 2019

Henni Krabbes „Herz schlägt für die Grafschaft“
Landratskandidatin im Porträt der Grafschafter Nachrichten

Von Thomas Kriegisch

NORDHORN Henni Krabbe ist eine, die auszog, um zurückzukommen – und um zu beweisen, dass man seine Ziele alleine mit Arbeit, Fleiß und Beharrlichkeit erreichen kann, egal ob als Frau oder aus eher einfachen Verhältnissen.

Die unabhängige Landratskandidatin und derzeitige Kreisrätin in Aurich, die über Umwege zum Jurastudium nach Münster kam und ihre berufliche Karriereleiter etwa über Stationen in Berlin und Meppen aufstieg, zeigt sich dabei nicht nur mit ihrem Bad Bentheimer Wohnsitz heimatverbunden und fest verwurzelt in der Grafschaft. Erlebt man die quirlige und willensstarke 52-Jährige einmal näher, dann wird klar, warum das junge „Wicht“ einst im beschaulichen 125-Seelen-Dorf Höcklenkamp allein mit der Aussicht auf ein Leben zwischen Küche, Kinder und ev.-ref. Kirche weder zu begeistern noch zu halten war – und was sie dennoch an Vechte und Dinkel so fest bindet, dass sie nun auch eine neue berufliche Herausforderung im Nordhorner Kreishaus sucht. „Es ist wichtig, rauszugehen, um zu erkennen, was man an der Heimat hat“, sagt die Frau, die mit „Leidenschaft für die Grafschaft“ von großen Wahlplakaten lacht: Es gebe Herausragendes in der Grafschaft, was Wertschätzung brauche – und wo es im Kreis bislang noch hakt, will sie ihre beruflichen Erfahrungen und neuen Ideen ins Spiel bringen.

Entscheidungsfreudig und nicht konfliktscheu, zielstrebig, aufgeschlossen, offen und begeisterungsfähig: So sieht sich die Volljuristin selber. Obwohl sie der Grafschafter CDU das Parteibuch zurückgegeben hat, schlägt ihr Herz weiter nahe bei den Christdemokraten, wobei sie aber auch Berührungspunkte zu anderen Parteien sieht.

„Spielt es eine Rolle, wo man parteipolitisch steht? Oder muss man nicht danach fragen, was gut für die Region ist?“, umreißt sie ihren pragmatischen Ansatz. „Muss man den Menschen nicht mehr zuhören, um zu erfahren, wo der Schuh drückt und was sie an Ideen haben?“ Zum Gespräch über die mehr private Henni Krabbe hat die unabhängige Bewerberin das Café im Nordhorner Stadtpark vorgeschlagen. Mitgebracht hat sie ihren langjährigen Lebensgefährten, der für sie Familie und jetzt im Wahlkampf wohl auch ein besonders wichtiger Rückhalt und Ratgeber ist. Dass an diesem Vormittag die Sonne besonders heiter vom blauen Himmel lacht, will irgendwie zum sonnigen Gemüt der Kandidatin passen. Wer viel zu erzählen hat und mit Leidenschaft dabei ist, dem geht schon mal das Herz über – Henni Krabbe hat viel zu erzählen, und sie zeigt sich dabei als ein Mensch, der auch schon mal über sich selber lachen kann. Dazu gibt es manchen Anlass, wenn sie die junge Henni vom Bauernhof in Höcklenkamp wieder in Erinnerung ruft.

Als die Älteste von drei Geschwistern erblickt sie im Mai 1966 das Licht der Welt. Den Charaktereigenschaften, die dem Sternzeichen Stier nachgesagt werden, erweist sie alle Ehre: „Ich hatte immer einen eigenen Kopf.“ Hineingeboren wird sie in die Strukturkrisen der heimischen Landwirtschaft: Der Vater steht Anfang der 1970er-Jahre vor der existenziellen Frage, ob er mit seinem 13 Hektar großen Hof künftig noch die Familien ernähren kann. Vater Krabbe wechselt da lieber als Textilmaschinenführer zu Rawe, während der Hof als Nebenerwerb mit einer Kuh, Bentheimer Landschweinen und vielen Hühnern weitergeführt wird. „Wir waren klassische Selbstversorger“, erinnert sich Krabbe, lediglich das Brot holte sie als Kind damals mit dem Fahrrad aus Uelsen. Mit anpacken auf Hof und Feld mussten die Krabbe- Kinder immer. „Es hat uns nicht geschadet. Wir wurden gut für das Leben gerüstet“, sagt sie mit dem ihr eigenen Lebensoptimismus. Die Feldarbeit wirkt sogar bis heute bei ihr nach: Sie liebt Obst und Gemüse der Saison, angebaut im heimischen Garten. Und weil sie gerne kocht, findet sich auf den 700 Quadratmeter Grün in Hanglage natürlich ein Gewächshaus. Kochen ist ihr Ding, leidenschaftlich gern mag sie Desserts und Kuchen. Weitere Hobbys: Fitnesstraining und Radfahren, Reiseziele: Italien, Mallorca und Mecklenburg- Vorpommern. Offene Wünsche: einmal im Leben über den großen Teich.

Zurück in die Jugend: In Uelsen macht Krabbe ihren Realschulabschluss. Eigentlich hätte siesich eher auf dem Gymnasium gesehen, doch den Eltern schwebte für sie eine Karriere in der Frauenrolle eines Haushalts vor. Da wird mit dem Wechsel zum Fachgymnasium Hauswirtschaft am Nordhorner Bölt, wo damals noch abschätzig vom „Puddingabitur“ gesprochen wurde, ein Kompromiss gefunden.

1985 erwirbt Krabbe hier die Allgemeine Hochschulreife. Es folgen Ausbildung zur Rechtsanwalt- und Notargehilfin in einer Nordhorner Kanzlei, Arbeit und Fortbildung in einem Steuerbüro und die wegweisende Erkenntnis: „Steuer und Jura ergänzen sich gut.“ Schon als Kind habe sie einen sehr ausgeprägten Gerechtigkeitssinn gehabt, sagt sie, etwa wenn es ums Teilen unter den Kindern ging. 1990 beginnt sie das Jurastudium in Münster, das sie mit dem 2. Staatsexamen 1997 beendet. „Wenn ich etwas anfange, dann will ich es auch zu Ende machen“, berichtet sie über ihr Studium, das sie als eine der Besten im ersten Anlauf und so schnell abschließt, dass ihr Teile der gewährten Ausbildungsförderung BAföG erlassen werden. Bei ihren Eltern stößt sie dennoch auf völliges Unverständnis. Wen will’s wundern: Vermutlich war sie damals die erste Höcklenkamperin, die das Dorf zum Jurastudium verließ. Ab 1999 folgen verschiedene berufliche Stationen; etwa in Berlin, wo sie heute noch einen Koffer im Bezirk Mitte stehen hat: Bundesversicherungsanstalt, Bundesarbeitsministerium, Bundesrechnungshof. 2006 wird sie Sozialdezernentin beim Landkreis Emsland, 2012 Kreisrätin im Landkreis Ostriesland.

Wenn Henni Krabbe ins Erzählen kommt, verfällt sie immer wieder mal ins Platt. „Mein Herz schlägt für die Grafschaft“, sagt sie, und dazu „gehört die Verbundenheit durch Sprache“. In all den Jahren ihrer Fernbeziehung sei die Grafschaft immer ihr Lebensmittelpunkt geblieben.

Niemals geht man eben so ganz: 1992 lernte sie ihren Lebenspartner zwar in Münster kennen. Doch mit dem heute 51 Jahre alten Münsterländer, der für die Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen als Sachgebietsleiter im Außendienst unterwegs ist, kaufte sie 1997 ein Grundstück in Bad Bentheim, das sie 2006 mit einem Einfamilienhaus bebauten. Gut angebunden an die Autobahnen trifft man sich hier in der Regel am Wochenende – und während Henni Krabbe sich dabei auf ihrer vertrauten Grafschafter Scholle bewegt, bleibt ihrem Lebenspartner bei guter Sicht zumindest der Blick gen Süden ins heimatliche Münsterland.

„Spielt es eine Rolle, wo man parteipolitisch steht? Oder muss man nicht danach fragen, was gut für die Region ist?“ Henni Krabbe.

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